• Gernot Uhl

Martin Schulz: Der Außenvorminister

Wie der gescheiterte SPD-Kanzlerkandidat und GroKo-Verweigerer Martin Schulz sich selbst entlarvt und seine Werte verrät.



Martin Schulz wollte Kanzler werden. Er ist damit kläglich gescheitert. Dann wollte er demokratischer Märtyrer sein. Aber dazu fehlt ihm die Größe. Jetzt will er einfach nur irgendwas sein: Kanzlerschaft futsch, SPD-Vorsitz futsch, dann wenigstens Außenminister. Was für eine peinliche Posse: Der Stuhl von Hans-Dietrich Genscher und Frank-Walter Steinmeier als Trostpreis: Martin Schulz ist sich für nichts zu schade.


Es wäre so einfach gewesen: Schulz hätte erhobenen Hauptes argumentieren können, er habe professionell bis zum Schluss verhandelt. Er hätte zu seinem Wort stehen können: Keine Merkel-Regierung mit ihm. So hat es 2005 Gerhard Schröder gehalten. Aber an das Format des Basta-Kanzlers kommt Schulz nicht heran. Schröder war und ist streitbar. Er ist auch nicht der Typ, der sich vornehm zurückhalten will. Er ist auf seinen eigenen Vorteil bedacht wie kaum ein anderer Altkanzler. Aber so schamlos wie Martin Schulz hat er sein Wort nie gebrochen. Martin Schulz hat seine Glaubwürdigkeit immer und immer wieder in schwülstigem Pathos und unter Berufung auf seine schwierige Lebensgeschichte beschworen. Jetzt fällt diese ganze Fassade in sich zusammen: Martin Schulz geht es weder um Deutschland, noch um die ehrwürdige SPD. Ihm geht es einzig um sich selbst. Jetzt will er also Außenminister werden, um viel außen zu sein. Schon vor der Ernennung ist er ein Außenvorminister.

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